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„Verzaubert und Verführt“ stellt ein mutiges, nahezu unmöglich scheinendes Unterfangen dar. Der Autor Anton Michael Luchner wagt sich an alle großen Themen der Beeinflussung und Manipulation heran. Aus seiner ausdrücklich betonten subjektiven Sichtweise schildert er diese ureigenst menschliche Welt, zieht eigene Schlüsse, spart nicht mit manchmal humorigen, manchmal zynischen und manchmal bösen Kommentaren, um dann in einer höchst positiven Erkenntnis zu enden.

Ausgehend von den Gehirnfunktionen und einigen evolutionsbiologischen Grundprinzipien menschlichen Verhaltens wird schnell klar, dass wir mit Verhaltensmustern aus der Steinzeit etwas Mühe haben, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern. Alleine die überbordende Reizüberflutung macht uns anfällig für allerlei Verführungen, Beeinflussungen und Manipulationen. Bedürfnisse bestimmen unser Leben, und der Autor beschreibt dabei, dass gerade in diesem Zusammenhang bei weitem noch nicht geklärt ist, ob wir überhaupt einen freien Willen haben. Selbst unser Gehirn kann nicht umhin, uns vielfältigst Streiche zu spielen, denn es arbeitet ökonomisch und bevorzugt in einem spontanen Modus, den der Autor als Quickstepp beschreibt. Das reflektierte Denken, der langsame Walzer, setzt nur unter Mühen ein, wodurch Werbung, Marketing, Verkauf und Statistiken so gestaltet werden können, dass wir deren Mechanismen ausnahmslos erliegen.

Die alltäglichen und großen Themen der Beeinflussung, welche unser Leben einmal mehr und einmal weniger gelingen lassen, etwa Kommunikation, Erwartungen, Neid, das schlechte Gewissen, aber auch Führung, Psychopathie und Charisma zeigen Muster auf, denen wir zwar schwer entkommen, die wir aber auch überwinden können.

Enttäuschend wenig von Verführung und Verzauberung beinhaltet das breite Feld der Zwischenmenschlichkeiten, der Autor beschreibt erhellend, dass an unserer Partnerwahl fast nichts freiwillig ist, dass viele Beziehungen Vorhersageirrtümer sind und Untreue so normal ist wie Treue. Dennoch werden Möglichkeiten geschildert, wie trotz aller Unfreiwilligkeiten Beziehungen bewusst so beeinflusst werden können, dass sie gelingen.

Zum Abschluss durchleuchtet der Autor die drei größten Beeinflusser der Menschheit, nämlich den Tod, Religionen und Ideologien. Gerade hier zeigt sich eindrücklich, dass eine Überwindung der Beeinflussung möglich ist bei einer kritischen, reflektierten Auseinandersetzung damit. Und gerade diese Überwindung führt dazu, dass sich Menschen mit mehr Menschlichkeit begegnen können, dass sie bewusst ihrer Freiheit entgegentreten und dass sie ein neues Lebensglück dann erreichen, wenn sie die Mechanismen der drei größten Beeinflusser erkannt und verstanden haben.

 

Schlagworte: Verzaubern, Verführen, Beeinflussen, Manipulieren, Gehirn, Verhalten, Bedürfnisse, Beziehungen, Religion, Tod, Ideologie

»Die Kulturgeschichte des Hundes ist auch eine Kulturgeschichte des Tretens in Hundekot.«

   

»Imponierend für die Anhängerinnen der Frauenbewegung ist die Tatsache, dass Männer den Schimpansen genetisch ähnlicher sind als Frauen.«

   

»Obwohl die Sprache eines der charakteristischsten Merkmale des Menschseins ist, funktioniert sie nur mangelhaft.«

   

»Die Angst, dass nach dem letzten Atemzug das Nichts kommt, eine ewige Leere uns wie ein schwarzes Loch aufsaugt, bringt uns dazu, ein Leben zu versuchen, welches dieses Nichts und diese Leere überwinden kann.«

   

»Gerade die Endlichkeit unseres Daseins kann das bewusste Leben im Hier und Jetzt bereichern, denn erst die Endlichkeit macht das Dasein wertvoll. Daher sollte man das Leben nicht mit Sorgen über eine Zukunft im Jenseits vergeuden.«